Unsere ersten Tage in Curahuasi

Veröffentlicht am 20. März 2026 um 20:32

Nach ca. 14 Stunden Flugzeit und einer Nacht in Bogotá sind wir am Dienstag Mittag mit unserem kompletten Gepäck endlich in Cusco angekommen. Dort wurden wir von einem der Missionare abgeholt. Zum Glück haben alle unsere Koffer in und auf das Auto gepasst. Die Fahrt nach Curahuasi dauert je nach Fahrstil und Verkehr ca. drei Stunden. Dabei führt sie die meiste Zeit der Strecke die Berge hinauf und wieder hinab und das alles in sehr engen Kurven. Ihr könnt euch bestimmt gut vorstellen, wie müde wir nach dem langen Flug und dieser holprigen Fahrt waren. Während eines kurzen Stopps begann es zu Regnen und unser Fahrer musste noch eine Plane kaufen, damit unsere Taschen auf dem Dach nicht durchnässt wurden. Nach ca. einer halben Stunde war der Regen wieder vorbei - so ist das hier nun einmal in der Regenzeit. Abends sind wir vier nach einem schnellen Abendessen hundemüde ins Bett gefallen. 

Wir sind unserer Patenfamilie sehr dankbar, die nicht nur die Abholung organisiert hat, sondern auch unsere Unterkunft in Curahuasi mit Essen und anderen schönen Dingen ausgestattet hat. Zudem zeigen sie uns die Stadt und erklären uns so manch wichtige Dinge, zum Beispiel, dass Wasser aufgrund der Höhe bei ca. 90° siedet, weshalb zum Beispiel Eier rund 4 Minuten länger brauchen, bis sie hart sind. Gleichzeitig ist die Familie eine Anlaufstelle für viele Fragen und freuen uns über die Zeit mit ihnen.

Am Mittwoch ging es mir (Hannah) gar nicht gut. Während die Kinder ausgelassen spielten, lag ich fast den ganzen Tag nur auf dem Sofa und ruhte oder schlief, da ich unter den Nebenwirkungen der Höhe litt. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erschöpfung können dazu gehören und ich habe alles durchgemacht. Den Kindern und Benni ging es deutlich besser, dennoch mussten auch sie langsam machen und sich immer wieder ausruhen, da die Höhe von 2600m schnell zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit führt, so lange sich der Körper noch nicht daran gewöhnt hat.

Seit Donnerstag geht es uns allen deutlich besser und wir haben wieder mehr Energie und Ausdauer. Wir unternahmen mit unserer Patenfamilie eine Tour durch Curahuasi und hatten einen Termin mit einer Mitarbeiterin von Diospi Suyana, die mit uns das Visum beantragt. An diesem Abend trafen wir uns außerdem mit einer anderen Missionarin aus unserer Heimatgemeinde. Sie ist bereits seit sechs Jahren im Krankenhaus tätig. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend zusammen. Heute besuchten wir das Colegio Diospi Suyana (die Schule) und waren bei den Feierlichkeiten zum 12. Jubiläum dabei. Wir wurden von so vielen anderen Missionaren herzlich begrüßt. Diese Gemeinschaft hier erleichtert das Ankommen wirklich enorm!

In der Galerie findet ihr ein paar Bilder, die euch einen Eindruck von unseren ersten Tagen geben. Wir sind so dankbar für die vielen lieben Nachrichten aus Deutschland, die uns jeden tag erreichen und uns wirklich ermutigen und stärken. Danke, das ihr uns auf unserem Weg begleitet und danke für die Unterstützung, die wir erhalten!

Gott sei Dank passt das ganze Gepäck ins Auto.

Während der Fahrt nach Curahuasi zieht wieder Regen auf.

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Kommentare

Christine Meyer
Vor 12 Tage

Vielen Dank 🙏 für den Einblick in die ersten Tage.
Ich bete für euch.
Liebe Grüße aus dem sonnigen Siegerland
Christine Meyer