Wir sind schon seit 30 Tagen in Peru. In diesen vier Wochen sind wir bereits zwei mal umgezogen und unser dritter Umzug steht am kommenden Sonntag an. Dann beziehen wir für die restliche Zeit in Arequipa ein sehr schönes Apartment, das Ana, einer Freundin der Betreiber unserer Sprachenschule, gehört. Ihr sieht, unser erster Monat ist mit vielen Veränderungen schon allein was die Unterkünfte angeht, verbunden. Dennoch fühlen wir uns immer wieder schnell wie zuhause und auch die Kinder machen die vielen Wechsel mit einem unglaublichen Anpassungsvermögen und sogar mit Freude mit! Dafür sind wir sehr sehr dankbar, denn selbstverständlich ist das nicht. Wenn man sich mal vorstellt, dass die beiden im letzten Monat ihre Heimat, ihre Familie und ihre Freunde in Deutschland zurück gelassen haben und seit dem ständig mit neuen Gegebenheiten konfrontiert wurden, könnte man annehmen, dass das ein fünfjähriges Kind ganz schön aus der Bahn werfen könnte. Aber nicht so Nathanael und Elia. Sie haben sich in Peru bisher überall schnell wohlgefühlt und die Veränderungen wie selbstverständlich angenommen. Überall haben sie Raum für sich und ihre Gefühle gefunden und Platz für ausgelassenes Spielen.
Sehr deutlich zeigt sich das in ihrem Umgang mit dem peruanischen Kindergarten. Drei Tage lang haben wir sie dorthin begleitet, haben uns alles mit ihnen angeschaut und ihre neuen Erzieherinnen kennengelernt. Die ersten beiden Tagen flossen schon mal ein paar Tränen, wahrscheinlich wegen der Aufregung und der Spannung die es bedeutet, wenn man sich in einer fremden Umgebung und einer fremden Sprache wiederfindet. Aber dann haben sie schon letzten Freitag den Mut gefasst, nur von ihren neuen Kuscheltierlöwen begleitet, den Vormittag allein im Kindergarten zu verbringen, während wir draußen im Vorgarten gewartet haben. Und seitdem besuchen sie gerne und sehr mutig ihren neuen Kindergarten und sogar die Trennung von uns gelang gestern und heute ohne Probleme. Bei alldem zeigt sich uns ganz deutlich:
Gott ist mit Elia und Nathanael, wohin sie auch gehen und sie dürfen mutig und stark sein, weil Gott ihnen diese Kraft schenkt (etwas frei nach Josua 1,9).
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