Gott ist treu - in den kleinen Dingen…
Ganz stolz - unser Auto, genauso wie wir es uns gewünscht haben, aber niemals gedacht hätten, dass wir es auch bekommen.
Schon seit ein paar Wochen liegt es mir auf dem Herzen diesen Beitrag zu schreiben. Wir leben nun schon ein halbes Jahr lang in Peru und in diesen sechs Monaten durften wir immer wieder erleben, dass Gott uns versorgt. Nicht nur mit Weisheit, Kraft und finanzieller Unterstützung in Form von Spenden, sondern auch ganz praktisch im Alltag. Davon möchte ich euch gerne ein bisschen erzählen, weil es mich so bewegt.
In unserer Zeit in Arequipa hat uns das Thema Autokauf sehr beschäftigt, da wir bewusst noch keinen Rückflug gebucht hatten und planten dort ein Auto zu kaufen. Nachdem wir unseren Führerschein erhalten haben, nahmen wir Kontakt zum Neffen von Julio auf, dem Besitzer der Sprachenschule. Mauricio hat lange bei Toyota gearbeitet und kennt sich daher sehr gut mit Autos aus. Die ersten Angebote, die er uns schickte gefielen uns nicht bzw. waren schnell weg. Während des ganzen Suchens war ich irgendwie innerlich total unruhig. Einerseits weil ich nicht wusste, wie aufwendig der Kauf dann sein würde und andererseits weil wir planten am Ende der nächsten Woche zurück nach Curahuasi zu fahren. So stand ich einen Abend in unserer Küche uns spülte gerade ab, als ich den Eindruck hatte, ganz konkret für ein Auto zu beten und ganz bewusst meine Unruhe und meinen Unfrieden abzugeben. Kurz nachdem ich das Gebet beendet hatte, kam Benni zu mir uns zeigte mir Bilder eines Toyotas, die Mauricio ihm kurz davor geschickt hatte. Ich wusste direkt, dass ist das richtige Auto für uns. Die Kaufabwicklung und Übergabe des Autos klappte wie am Schnürchen und ich freue mich jedes Mal so sehr über unser tolles Auto und weiß, Gott hat uns versorgt!
In Curahuasi angekommen und während unserer ersten Wochen hier lag noch folgendes auf meiner Besorgungsliste: eine Saftpresse, eine Joghurtmaschine und eine Küchenmaschine zum Kneten von Brotteig. In Arequipa hatten wir bereits mehrere Läden in unserer Umgebung vergeblich auf der Suche nach einem Joghurtmaker abgeklappert. Eine Saftpresse wie wir sie uns wünschten befand sich bereits im Haus der Familie Steffen, bei denen wir ein Jahr wohnen können, während sie in ihrer Heimat sind. Und Lukas sagte uns direkt, dass wir die Presse behalten können, einfach so. Eine Woche später waren die Waltersbachers, ebenfalls Missionare, bei uns zu Besuch. Ganz nebenbei sprachen wir über das Kneten von Brot und plötzlich bot Lizzy mir ihre Küchenmaschine an, die sie nicht mehr benötigte. Genau solch eine Maschine hatte ich mir gewünscht! Und als ich später mit ihr besprach wann ich die Maschine abholen könnte, fragte sie mich, ob ich auch einen Joghurtmaker gebrauchen könnte. Ihr seht, Gott hat uns nicht nur mit den Dingen beschenkt, die uns in unserem Haushalt fehlten, sondern lustigerweise genau mit den Modellen, die ich bereits im Sinn hatte.
…und in den Großen
Josefat und seine Pferde Galan und Jashira, die jetzt bei Rahel im Garten stehen.
Mit Hengst Galan auf dem Berg San Cristobal
Vor ein paar Wochen kam dann die für mich wunderbarste Segnung in unser Leben. Ein befreundeter Peruaner verkauft seine Pferde um mit seiner Verlobten in Deutschland zu wohnen. Als ich davon hörte war ich direkt begeistert, hatte ich mir als junges Mädchen doch immer ein Pferd gewünscht. Gleichzeitig war ich mir unsicher ob des Unterhalts des Pferdes und der damit verbundenen Verantwortung und Arbeit. Bei einem Frauenfrühstück kam ich mit zwei befreundeten Missionarinnen, Rahel und Svenja, zufällig über das Thema Pferd ins Gespräch. Auch sie hatten daran überlegt, aber zu zweit nicht gewagt diese Verantwortung zu übernehmen. Nun zu dritt waren wir zwar noch nicht 100% sicher, ob wir die Pferde mit unserer Arbeit für Diospi und Familie vereinbaren könnten, aber doch mutig genug, um mit Josefat ins Gespräch zu gehen. Für uns stellte sich dann die Möglichkeit heraus, zwei Pferde erst mal für mehrere Monate zu uns zu nehmen um zu sehen, wie sich der Alltag mit den beiden gestalten lässt. Praktischerweise können die zwei Pferde bei Rahel im Garten stehen und dort viel einfacherer versorgten werden. Dadurch haben auch Svenja und ich keine weiten Wege um uns die Pferde für einen Ausritt zu holen.
Ich hätte nie gedacht, dass dieser Traum vom eigenen Pferd hier in Peru in Erfüllung gehen würde. Und eine weitere Segnung, die mit den Pferden einher geht ist, dass sich die Kinder ganz begeistert und sehr mutig auch auf die Pferde wagen. Dabei ließ Nathanael wie selbstverständlich seinen ersten spanischen Satz fallen: „Un poco más rápido, pro favor.“ (Etwas schneller, bitte). Somit wurde nicht nur ich mit den Pferden beschenkt, sonder auch die Zwillinge profitieren sehr vom Reiten und vom Umgang mit den sanftmütigen Tieren.
Wie groß ist unser Gott? Nicht nur dass er uns mit alltäglichen Dingen beschenkt, die unser Leben erleichtern, sondern auch unsere Herzenswünsche aus der Kindheit nicht vergisst. Ich fühle mich derart gesegnet, dass ich es nicht besser in Worte fassen kann, als mit diesem Vers aus Psalm 9,2:
„Ich will den HERRN preisen von ganzem Herzen, ich will alle deine Wunder erzählen.“
Passend dazu fand ich vor ein paar Wochen folgendes Lied, hört doch mal rein!
Ausritt mit Hannah und zwei weiteren Besuchern - im Hintergrund Curahuasi
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