Elia und Nathanael wurden gut beaufsichtigt.
Vor fast einem Monat durften wir in Arequipa einen ganz besonderen Tag erleben. Unsere Lehrerin Aby hat uns von einem wunderschönen Dorf ca 1 1/2 Stunden Autofahrt von Arequipa entfernt erzählt. Dort gibt es einen wunderschönen Wasserfall, zu dem man an einem Tag wandern kann. Also haben wir unsere Rucksäcke gepackt und die Tour geplant. Wie immer fuhr uns unser sehr freundlicher und hilfsbereiter Taxifahrer José und begleitet wurden wir noch von Daniel, ein Missionar, der ebenfalls mit uns der Sprachenschule Unterricht genommen hat. Wir kamen ca um 10 Uhr vormittags in dem kleinen Dorf Sogay an. Dort beschloss José spontan uns doch zu begleiten und wir erlebten eine wunderschöne, aber auch anstrengende Wanderung. Viermal überquerten wir den kleinen Fluss und gelangten schließlich an den Wasserfall. Aber ohne die Unterstützung von José und Daniel wären die Kinder bestimmt deutlich nasser geworden. Durch die tatkräftige Unterstützung der zwei Männer konnten wir bei den tieferen Stelle im Wasser eine Kette bilde und so die Kinder trockenen Fußes auf die andere Seite bringen. Generell hat sich José sehr fürsorglich um die Zwillinge gekümmert und die letzte Überquerung nahm er Elia an die Hand und Elia ging vertrauensvoll mit im durch das eisige Wasser. Warum erzähle ich euch nun davon?
Ich möchte euch gerne einen Einblick in die Persönlichkeiten der Menschen geben, die wir in Peru bisher kennen lernen durften. José hat uns nicht nur jeden Tag sicher zum Kindergarten gebracht und wieder abgeholt. Er hat mehrmals auf die Kinder aufgepasst, während wir im Ministerio de Transporte die Formalitäten für unseren Führerschein erledigt haben und er hat ein paar mal die Kinder vom Kindergarten abgeholt. Sie hatten keine Angst, weil sie ihn kannten und er durch seine freundliche und liebevolle Art eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Noch viel mehr aber hat mich seine Hingabe für seine eigene Familie beeindruckt. Damit seine vier Kinder einmal ein einfacheres Leben haben können, fährt er jeden Tag der Woche sein Taxi und konnte sogar seinen älteren Söhnen bereits ein Studium an guten Unis in Arequipa ermöglichen. Sein ältester Sohn studiert Medizin, darauf ist José besonders stolz. Immer wenn er von seinen Kindern erzählt hat, konnten wir deutlich wahrnehmen, wie wichtig ihm seine Familie ist und wie sehr er sich um sie sorgt. José würde alles für seine Kinder tun, da sind wir uns sicher. Etwas, dass leider viele andere Kinder nicht erleben, denn es kommt nicht selten vor, dass die Väter ihre Familien zurücklassen. Aber von Josés väterlicher Hingabe könnte sich so manch einer inspirieren lassen.
„Und wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten.“ (Jesaja 43.2)
An dieser Stelle wollen wir gerne nochmal unseren tollen Lehrern in der Sprachenschule danken! Aby, Pao, Litos und Pablo haben uns nicht nur geduldig durch die Stationen unseres Lernstoffs gebracht, sondern waren stets interessiert an unserem Befinden und daran, wie wir uns in Peru einfinden. Aby hat uns viele gute Tips für Ausflüge und Geschäfte gegeben und den Zwillingen den Einstieg in den Kindergottesdienst erleichtert. Pao und Litos haben mit uns einen wunderbaren Ausflug in einen Dinopark unternommen und uns danach noch zu ihrer Familie nach Hause zum Essen eingeladen. Die Zwillinge konnten mit den zwei Neffen von Pao und Litos spielen, die sie bereits aus dem Kindergarten und dem Kindergottesdienst kannten und wir haben einen wunderbaren Tag verbracht! Wir sind sehr dankbar für diese herzliche Aufnahme, nicht nur in der Sprachenschule, sondern auch in ihrer Gemeinde und in ihre Familie! Somos amigos - Wir sind Freunde und werden sie ganz bestimmt nochmal in Arequipa besuchen!
(Aby, Pao und ihr Mann Litos)
Ausflug in den Dinopark mit Tobias und Caleb
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